Unser Arbeitsgedächtnis ist begrenzt; jeder Wechsel reißt Aufmerksamkeit aus dem Kontext und erzeugt versteckte Rüstzeiten. Indem wir gleichzeitige Aufgaben begrenzen, schützen wir kognitive Ressourcen. Menschen erleben häufiger kleine Erfolgsmomente, was Motivation, Teamvertrauen und Qualität steigert, während Eskalationen seltener werden und Planung spürbar realistischer gelingt.
Little’s Law erklärt, dass Durchsatz dem Verhältnis aus WIP und Zykluszeit folgt. Wenn zu viel im System steckt, steigt die Durchlaufzeit unweigerlich. Weniger angefangene Arbeit beschleunigt Auslieferung, selbst ohne Mehrarbeit. Sichtbare Grenzen auf dem Board verändern Gespräche und fördern Entscheidungen, die Wartezeiten statt nur Aktivität optimieren.
Viele berichten, wie aus hektischem Springen ein ruhiger Arbeitsrhythmus wurde, sobald maximal zwei Aufgaben gleichzeitig erlaubt waren. Die Qualität stieg, Nacharbeit sank, und Kundengespräche wurden entspannter, weil Vorhersagen erstmals belastbar klangen. Flow entsteht, wenn Starten aufhört, den Reiz des Fertigwerdens zu übertönen.